Eine Windböe bewegt die Blätter eines Baumes. Das Videomaterial wird abgespielt, aufgenommen und wieder abgespielt, 25 Iterationen lang.
Eine Kamera nimmt etwa 75% der Bildoberfläche eines Monitors auf, auf dem beliebiges Filmmaterial abgespielt wird. Diese erste vergrößerte Kopie des Bildschirmausschnitts wir über ein zweites Abspielgerät wieder auf den Monitor gespielt. Die Kamera nun nimmt wiederum 75% der Bildschirmoberfläche auf, stellt also eine Kopie der Kopie her, die die aufgenommenen 75% wiederum bei erneutem Abspielen auf 100% der Bildschirmoberfläche vergrößert.
In diesem Film ist eine kurze Sequenz, in der ein Windstoß kurz vor dem Regen die Blätter eines Baumes bewegt.
In einem Fernseher spielt eine Blaskapelle. Ein Mann sitzt davor und schaut zu. Dann ist die Sendung zu Ende. Eine kleine Klappe an der Seite des Fernsehers öffnet sich und eine winzige Leiter wird herausgeschoben. An dieser steigen dann die Musiker der Blaskapelle die Leiter hinab. In ihren Händen tragen sie die Koffer mit den Musikinstrumenten. Auf einer Fläche befinden sich 414720 unterschiedlich gefärbte Punkte. Die Farben der Punkte wechseln und es beginnt zu regnen oder ein Kopf wird abgeschlagen oder Ärzte verlieben sich in Krankenschwestern. Ein Wind fährt in den Monitor und bringt die Punkte in Unordnung, die zu einem Bild von Blättern an einem Baum geordnet waren. Da verwandelt sich der Mann vor dem Fernseher in ein Raumschiff und fliegt zwischen den Punkten hindurch und langsam immer tiefer hinab mitten ins Schwarze.
Eine Kamera nimmt etwa 75% der Bildoberfläche eines Monitors auf, auf dem beliebiges Filmmaterial abgespielt wird. Diese erste vergrößerte Kopie des Bildschirmausschnitts wir über ein zweites Abspielgerät wieder auf den Monitor gespielt. Die Kamera nun nimmt wiederum 75% der Bildschirmoberfläche auf, stellt also eine Kopie der Kopie her, die die aufgenommenen 75% wiederum bei erneutem Abspielen auf 100% der Bildschirmoberfläche vergrößert. Nach dreißig bis vierzig Iterationen ist der Bildausschnitt derart vergrößert, dass nur noch ein einziger Bildpunkt die gesamte Oberfläche des Monitors ausfüllt. Fährt man nun in diesem iterativen Verfahren fort, so ergibt sich eine selbstähnliche Struktur, wie sie aus den Grundlagen der Chaostheorie bekannt ist. Das Monitorbild dieses einen stark vergrößerten Bildpunktes besteht wiederum aus Bildpunkten, Vergrößerungen der vorangegangenen Iterationen, die wiederum aus Bildpunkt bestehen u.s.w..
Am Ende dieser Kette stehen die realen Bildpunkte des Monitors, die ihre eigene Vergrößerung als mediales Bild wiedergeben. Mit anderen Worten, das Medium stellt sich selbst durch seine eigenen Parameter zu Schaffung eines Bildes dar. Es ist zu beobachten, dass die Farben durch den iterativen Prozeß sich mehr und mehr den diesem Medium zugrundeliegenden Grundfarben (Rot, Grün, Blau, also RGB-Farben) annähern. Bei Iteration# 1 ist es das Abbild eines Windstoßes, der durch ein Gebüsch fährt, das auf diese Weise mehr und mehr seinen Illusionsraum zugunsten der Realität des Mediums verliert. Bei Iteration# 3 ist es eine zehnfach hintereinander geschnittene Szene aus „Stirb langsam“ (Teil 3) mit Bruce Willis, die sich in umgekehrter Richtung auf den Illusionsraum zubewegt. Der Ton hat eine ähnliche Entstehungsgeschichte wie das Bild. Durch den oben beschriebenen Prozess, das ständige Kopieren und Abspielen auch des Tons, verfremdet sich dieser, je nach Qualität der Geräte und Größe wie Beschaffenheit des Raumes, von Iteration zu Iteration immer stärker. Sinusfrequenzen, aus denen man digital jeden beliebigen Ton schichten kann, treten mehr und mehr in den Vordergrund.