Iteration #7, Bipol
Videofilm, (7:30min) / 2000

Iteration #7, Bipol bilden Ausschnitte unterschiedlicher Filmgenres das Ausgangsmaterial für eine freiere, malerischere Auseinandersetzung mit dem Medium Video und
Fernsehen.

Bipol baut in seinen Grundstrukturen auf den Iterationsfilmen auf, ist aber von der Herangehensweise weniger konzeptuell. Hier bilden Ausschnitte unterschiedlicher Filmgenres das Ausgangsmaterial für eine freiere, malerischere Auseinandersetzung mit dem Medium Video und Fernsehen. Bipol ist weder ein Hinein- noch ein Herauszoomen in das mediale Bild. Unterschiedliche Ergebnisse des oben beschriebenen Iterationsprozesses sind hier übereinandergelagert, sodass dieser Film eher den Zwischenraum zu beschreibt, der sich zwischen Illusionsraum und sich selbst reproduzierendem Medium befindet, um so ein Gleichgewicht zu finden zwischen Dargestelltem und Darstellendem.

Immer wieder tauchen aus den durch den vergrößernden Rückkopplungsprozess entstehenden abstrakten Strukturen Wirklichkeitsfragmente auf, die sich teilweise an der Grenze zum Bild befinden, teilweise schon eindeutig als Gestalt, Explosion oder Gesicht zu erkennen sind. Die verschiedenen Strukturen ergänzen sich, durchdringen sich, heben sich auf und verschwinden ineinander. Dieser Film ist eigentlich nur ein kleiner Ausschnitt aus einer zeitlich unbegrenzten Fläche, wie ein Ozean vielleicht, der ständig aus der Potenzialität seiner Beschaffenheit heraus immer neue und andere Bilder schafft. Ich verstehe die Bildschirmoberfläche als einen solchen Ozean. Die Bildschirmoberfläche ist neutral wie die Organe der Wahrnehmung.